Delta-Variante ist bereits für mehr als 60 % der Fälle in Lissabon verantwortlich – Ora Pois

Die erstmals in Indien identifizierte Delta-Variante des neuen Coronavirus ist in der Region Lissabon bereits dominant. Nach vorläufigen Angaben der epidemiologischen Überwachung macht der deutlich übertragbarere Stamm im Großraum der Hauptstadt mehr als 60 % der Fälle aus.

Die Verbreitung der Delta-Variante scheint eng mit dem deutlichen Anstieg der Infektionen im Großraum Lissabon verbunden zu sein, die bereits rund 70 % der täglichen Fälle im Land ausmachen.

Um die Ausbreitung des Delta-Stammes einzudämmen, hat die Regierung am Wochenende den Verkehr in und aus der Metropolregion Lissabon eingeschränkt.

Zwischen Freitag 15:00 Uhr und Montag 6:00 Uhr ist das Betreten und Verlassen der Region verboten. Es ist jedoch möglich, unter den 18 Gemeinden, aus denen die AML besteht, zu zirkulieren.

Damit soll verhindert werden, dass sich die Delta-Variante auf den Rest des Landes ausbreitet. Nach Angaben von Insa (Nationales Gesundheitsinstitut Dr. Ricardo Jorge) beträgt die Prävalenz des Stammes in Nordportugal noch immer weniger als 15%.

Am kommenden Donnerstag (24) wird die Regierung voraussichtlich die Entscheidung bekannt geben, einige Restriktionsmaßnahmen in der Hauptstadt zurückzugeben.

Lissabon hat bereits die von den Behörden vorgegebene rote Linie von 240 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen überschritten. Nach den aktuellen Regeln bedeuten zwei aufeinanderfolgende Wochen mit dieser Note – was bei der nächsten Bewertung passieren sollte – einen Rückschritt im Prozess der Dekonfinierung.

Obwohl auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen zugenommen hat, bleibt die Zahl der Todesfälle in etwa gleich. Am vergangenen Sonntag (20) wurden 3 Todesfälle durch Covid-19 verzeichnet.

Das Land versucht nun, die Impfung zu beschleunigen. Derzeit haben 47,4 % der Bevölkerung mindestens eine Dosis des Impfstoffs erhalten und 25,52 % sind vollständig geimpft.

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